Strafe für betrügerische Bäcker!

Strafe muss sein?

Betrügerische Bäcker wurden im Mittelalter hart bestraft. Sollte festgestellt worden sein, dass das Brot ein zu geringes Gewicht hatte oder von minderwertiger Qualität war, wurde mit ihnen die Bäckertaufe durchgeführt. Mancherorts wurde diese mittelalterliche Strafe auch Backerschupfen genannt.

Postkarte mit dem Motiv der Bäckertaufe – Nürnberg, Jahr unbekannt

 

Volksfeststimmung bei der Folter

Eine solche Bestrafung wurde von der Bevölkerung oftmals als eine Art von Volksfest gefeiert, bei welchem der Bäcker öffentlich an den Pranger gestellt wurde. Der schuldig Gesprochene wurde in einem Schandkorb (Schupfe, Prelle) oder mittels einer Wippe einige Male in Wasser oder in Unrat getaucht, zusätzlich wurde er von den Anwesenden mit Steinen beworfen und gedemütigt.

Eine entsprechende Vorrichtung zur Durchführung nebst historischer Anekdote über einen solchen Bäcker kann in Roth bei Nürnberg und im Mühlenmuseum in Gifhorn besichtigt werden.

Vorrichtung für die Bäckertaufe im Mühlenmuseum in Gifhorn – eigenes Foto August 2017

Vorrichtung für die Bäckertaufe im Mühlenmuseum in Gifhorn – eigenes Foto August 2017

Quellen: