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Besonderer Weihnachtsgutschein für eine außergewöhnliche Gruseltour

Liebe Freunde des gepflegten Gruselns,

wir wünschen Euch einen schönen ungruseligen 3. Advent und möchten euch gern noch unsere Weihnachtsgutscheine für eine unserer Gruseltouren ans Herz legen.

Sucht ihr noch eine Kleinigkeit um eure Bekannten zu beschenken? Verschenkt doch einen Besuch bei einer unserer außergewöhnlichen Stadtführungen mit unseren selbstgemachten Weihnachtsgutscheinen und persönlicher handschriftlicher Notiz

Bei unseren Gutscheinen achten wir außerdem auf die Umwelt. Sie werden CO2-neutral und umweltfreundlich von Uhl-Media hergestellt. Außerdem verwenden wir recyceltes Papier und verzichten auf Mineralöl in den Farben.

Habt ihr trotzdem Bedenken wegen dem ganzen Papier? Dann haben wir auch einen digitalen PDF-Gutschein im Angebot. Diesen könnt ihr bequem per Mail oder WhatsApp verschenken und dann einfach auf dem Handy vorzeigen.

Weiterhin möchten wir euch an dieser Stelle auch auf unsere anderen Touren aufmerksam machen. Vielleicht besucht ihr uns einmal auf euren Reisen in einer anderen Stadt.

In Berlin gibt es seit letztem Jahr August auch eine Gruseltour Berlin, die dank euch Top-Bewertungen bekommt. In Berlin bieten wir natürlich auch Gutscheine an.

In Leipzig gibt es sogar 2 Touren von uns:

  • Die Friedhofstour am Nachmittag über den Alten Johannisfriedhof. Den ältesten Friedhof Leipzigs mit fast 250.000 Toten.
  • Die Gruseltour am Abend, wo wir auch dank euch weiterhin die Top 1 der bezahlten Stadtführungen auf Tripadvisor sind.

Wir wünschen Euch eine stressfreie und ungruselige Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2020.

Knecht Ruprecht verspeist sündige Kinder- Fröhliche Weihnachten wünscht das Gruseltour-Leipzig Team

Der heilige Nikolaus, der freundliche Geschenkebringer, bekam in verschiedenen Ländern einen bösen Gehilfen zur Seite gestellt, der alle Sünder bestrafen sollte. Während zum Ende des Mittelalters dieser Begleiter Belznickel, Beelzebub oder einfach nur Teufel genannt wurde, verbreitete sich entweder aus dem Alpenvorland oder aus Thüringen ein spezieller Name für diese sonderliche Erscheinung: „Knecht Ruprecht“.

Die verschiedenen Erscheinungsarten des Knecht Ruprechts haben ihren Ursprung im spätmittelalterlichen Kinderschreck. Seit dem 16. Jahrhundert diente die Erscheinung des Kinderschrecks als zusätzliches Mittel der elterlichen Erziehung, um die Kinder zur Frömmigkeit zu mahnen. Am häufigsten verbreitet war der Kinderfresser. Der Kinderfresser drohte den unfrommen Kindern sie mitzunehmen, aufzuschlitzen, bis aufs Blut auszupeitschen oder gar aufzufressen. Diese Erscheinungen trugen stets einen großen Sack oder Korb, worin sie die Kinder stecken wollten.

Die Vorstellung des Kinder fressenden Knecht Ruprecht ist heutzutage so nicht mehr vorhanden. Heute ist Ruprecht nur mehr als Knecht dargestellt und dient dem Nikolaus als Korbträger.

Bei der Zeichnung stellt sich ganz klar die Figur des bösen Knecht Ruprechtes als Begleiter des heiligen Nikolaus heraus. Herkunft des Bildes, sowie Künstler konnten nicht ausfindig gemacht werden.Nikolaus und Knecht Ruprecht

Das Schlagen der Frauen zu Weihnachten seit 1599 polizeilich in Sachsen verboten Alter Aberglaube aus der Region

Der Autor des 1909 erschienenen Werkes „Okkultismus und Sexualität“ Hans Freimark beschreibt in seinem Buch erotische Bräuche, die tief in die Vorzeit zurückführen sollen. So nennt er unter anderem das Schlagen mit der Lebensrute. Dabei zählt er auf, dass Frauen oder weibliches Hausvieh, vor allem Kühe und Stuten, zu einer festen Jahreszeit mit einer grünen Rute bestimmter Bäume geschlagen wurden, um fruchtbar zu werden. Symbolisch soll dabei die Rute das Zeugungsglied des Baumdämons gewesen sein. Und wenn nun damit auf die Geschlechtsteile der Ehefrauen geschlagen wurde, so sollte es diese fruchtbar machen. Die schlagenden Männer selbst sahen sich dabei wohl als Dämonen der Bäume, deren Rute sie tragen. Dabei ist die Rute ein uraltes Symbol für das männliche Zeugungsglied. Freimark zitiert: „[…] 1599 wurde in der Herrschaft Lauenstein in Sachsen eine Polizeiverordnung erlassen, die das Schlagen der Frauen zu Weihnachten verbietet: das Kindlen oder Dinglen das zu Weynachten getrieben wird, da die großen starken knecht den Leuten in die Heusser laufen, die Mägde und Weiber entblösen und mit Gerten oder Ruten hauen.”

Gut, dass wir diesen Aberglauben nicht beibehalten haben. Also bitte nicht nachmachen!

Nachzulesen in: Hans Freimark, Okkultismus und Sexualität: Beiträge zur Kulturgeschichte der Vergangenheit und Gegenwart, 1909, Leipziger Verlag, Seiten 395-398.

freimark