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Beim Sex sterben?

Wir können es nicht lassen, euch wieder einmal den tollen Podcast von Radio Eins zu präsentieren, in dem der Wissenschaftler Dr. Mark Benecke über skurille Forschungsergebnisse berichtet.

Wer ist Dr. Mark Benecke?

Dr. Mark Benecke (*26. August 1970 in Rosenheim) ist ein deutscher Politiker, Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie. Dr. Benecke befasst sich in einem wöchentlichen Beitrag auf dem Berliner und Brandenburger Radiosender Radio Eins mit außergewöhnlichen Forschungen und erklärt diese dem Hörer auf eine verständliche Art und Weise.

In dem fünfminütigen Podcast, welchen wir euch heute vorstellen, erklärt Dr. Mark Benecke, wie und warum Menschen beim Sex oder bei Selbstbefriedigung sterben und welche Personen besonders gefährdet sind. Na seid ihr gespannt?

Dann schnell auf das Bild klicken und in den kostenlosen Podcast von Radio Eins reinhören!

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Quellen:

Erwartet euch Gevatter Tod im Rapsfeld?

Zurzeit blüht wieder der Raps und erstrahlt weite Felder mit seiner goldenen Farbe. Was kann an einem so schönen Anblick schon gefährlich sein?

Rapsfeld in Leipzig – Eigenes Foto 05.2017

Doch es gibt ein Sprichwort: „Wer einmal in einem Rapsfeld einschläft, steht nicht mehr auf“.

Angeblich soll der blühende Raps einen Duft ausströmen, der einen zunächst bewusstlos macht und schließlich tötet, wenn man sich länger im Rapsfeld aufhält. Was ist da dran?

Raps kann töten

Bis zu den 1970er Jahren konnte man Raps kaum als Lebens- und Futtermittel verwenden, denn er enthielt erhebliche Mengen an schädlichen Inhaltsstoffen (einfach ungesättigte Erucasäure und Glucosinolate). Erucasäure verursacht Organschäden und Herzprobleme bei Menschen und Säugetieren. Aufgrund der Glucosinolate durften Raps-Pressrückstände nur zu geringen Anteilen im Tierfutter sein. Zudem verändern Glucosinolate die Schilddrüse. Außerdem entstanden im Pressrückstand Senföle, die beim Tier Verdauungsstörungen hervorrufen, Hühnereier erhalten einen Fischgeschmack.

Bei wiederkäuenden Tieren, die den Raps damals gefressen haben, konnte Raps im Pansen eine schädliche Wirkung entfalten und zur „Kohl-Anämie“ führen, einer lebensbedrohenden Blutarmut.

Seit Mitte der achtziger Jahre aber wird vorwiegend der so genannte 00-Raps angebaut (sprich: „Doppel-Null-Raps“), eine Variante, bei der durch Züchtung der Anteil an Senfölen reduziert wurde. Jedoch kommt es insbesondere in Wintermonaten zu einer erhöhten und teilweise ausschließlichen Aufnahme dieses Rapses beispielsweise beim Reh. Der Raps führt dann bei Rehen zu schweren Verdauungsstörungen wie einer schaumigen Gärung des Panseninhalts. Dies allein führt bei vielen Rehen bereits zum Tod.

Eine Nacht im Rapsfeld

Für Menschen geht vom Rapsfeld aber keine Gefahr aus. Sie könnten bedenkenlos im Rapsfeld übernachten. Vielleicht sollte man dies aber trotzdem nicht machen – dem Bauern zuliebe und aus Vorsicht vor den Mähdreschern ;-)

Quellen:

Totenbretter

Es kann schon passieren, dass der ein oder andere Wanderer in Bayern auf ganz sonderbare längliche Holztafeln stößt, die gar merkwürdige Inschriften und Namen von vor über 100 Jahren tragen. Das sind Totenbretter.

Totenbrettgruppe in der bayrischen Stadt Regen

Totenbrettgruppe in der bayrischen Stadt Regen – Foto aus dem Jahr 2006

Was ist ein Totenbrett?

Als Totenbretter (Leichenbretter, Reebretter oder Rechbretter) werden Holzbretter bezeichnet, auf denen Tote bis zum Begräbnis aufgebahrt und die zur Erinnerung an den Verstorbenen am Wegrand aufgestellt wurden. Dieser Brauch war im 19. Jahrhundert im gesamten bairischen und alemannischen Raum verbreitet. Die Totenbretter stammen aus einer Zeit, in der es üblich war die Verstorbenen auf Brettern im eigenen Hause aufzubahren. Die Totenbretter dienten dazu als Unterlage für den Leichnam. Der Tote wurde danach in ein Leichentuch gewickelt und zum Friedhof getragen. Am noch leeren Grab angekommen, wurde das Brett schräg gehalten, so dass der Leichnam hinab ins Grab rutschte. Das wurde in der Gegend auch als „Brettlrutsch’n“ bezeichnet. Manchmal wurde das Totenbrett mit ins Grab gelegt. Es kam aber auch vor, dass es als Erinnerungszeichen für die Lebenden aufgestellt wurde.

Aberglaube um die Totenbretter

Diese doch für manch einen recht schaurig anmutenden Totenbretter, welche bevorzugt an Wegesrändern standen, riefen allerlei Aberglauben hervor. Den Totenbrettern schrieb man Zauberkräfte zu und ihre Standorte galten als Spukplätze. Der Volksglauben besagte auch, dass die Seele des Toten erst Erlösung findet, wenn sein Totenbrett verfallen war. Um eine möglichst kurze Zeit im Fegefeuer zu erzielen, wurden die älteren Totenbretter daher aus Weichholz gefertigt und ungeschützt der Witterung ausgesetzt. Vereinzelt wird auch von Totenbrettern berichtet, die als Trittplanken oder Stege über Bäche und Sümpfe genutzt wurden, da sie dort besonders schnell verwittern und zerfallen. Sollte jemand das Holz eines Totenbrettes gestohlen haben, um dies zum Beispiel zu verfeuern oder weiter zu verarbeiten, dann bricht großes Unglück über ihn herein.

Totengedenkbretter

Neben den „echten“ Totenbrettern mit bis zu 2 m Länge und 40 cm Breite hat sich – vor allem in Oberbayern – der Brauch entwickelt, kürzere, schmalere Gedenkbretter aufzustellen. Diese selten mehr als 150 cm langen und 30 cm breiten Bretter werden ebenfalls an Wegrändern aufgestellt. Auf ihnen finden sich Sinn- und Gedenksprüche, die jedoch nicht an eine bestimmte Person erinnern, sondern allgemein zum Totengedenken auffordern.

Totengedenkbrett - Foto aus dem Jahr 2005

Totengedenkbrett – Foto aus dem Jahr 2005

Das Foto zeigt ein Totengedenkbrett bei Grafrath. Die Inschrift:
„Die Toten rufen uns zu:
‚Das was ihr seid,
das waren wir.
Und das was wir sind,
das werdet ihr noch sein.'“

Quellen:

Bram Stokers „Dracula“ hat eine Vorgeschichte…
und die beginnt in München!

Die Vorgeschichte heißt „Dracula’s Guest“ und wurde erst zwei Jahre nach Stokers Ableben 1914 als Kurzgeschichte veröffentlicht.

Hier der Beginn der Kurzgeschichte:

“When we started for our drive the sun was shining brightly on Munich, and the air was full of the joyousness of early summer. Just as we were about to depart, Herr Delbruck (the maitre d’hotel of the Quatre Saisons, where I was staying) came down bareheaded to the carriage and, after wishing me a pleasant drive, said to the coachman, still holding his hand on the handle of the carriage door, „Remember you are back by nightfall. The sky looks bright but there is a shiver in the north wind that says there may be a sudden storm. But I am sure you will not be late.“ Here he smiled and added, „for you know what night it is.“ Johann answered with an emphatic, „Ja, mein Herr,“ and, touching his hat, drove off quickly. When we had cleared the town, I said, after signalling to him to stop: „Tell me, Johann, what is tonight?“ He crossed himself, as he answered laconically: „Walpurgis nacht.“ […] “

Die bekannte Dracula-Geschichte beginnt so:

„Jonathan Harker’s Journal

3 May. Bistritz. __Left Munich at 8:35 P. M, on 1st May, arriving at Vienna early next morning; should have arrived at 6:46, but train was an hour late. […] “

Bram Stoker:

Stoker-Main