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Predigt neben einem Skelett

In Sankt Englmar, einem kleinen Ort in Bayern mit weniger als 2000 Einwohner, kann man im hellichten Tage ein Skelett anschauen – mitten in einer Kirche, eingekleidet und verziert mit Edelsteinen.

Der Heilige Engelmar – ein Skelett – eine Reliquie

Der Selige Engelmar

Das Skelett wird der Selige Engelmar genannt. Er soll um 1100 gestorben sein.

Der Überlieferung nach wurde er als Bauernsohn geboren. Er zog 1086 als Einsiedler in den Wald. Engelmar errichtete an der höchsten Stelle eine Hütte, betete und arbeitete. Im Winter des Jahres 1100 soll er von seinem Diener mit einem Beil erschlagen und unter Reisig und Schnee verscharrt worden sein. Ein Priester fand den Toten und bestattete ihn. Einige Jahre später erhielt er eine steinerne Ruhestätte. 1188 wurde Engelmar selig gesprochen. Erst später wurde die Gegend, in der Engelmar wohnte, besiedelt und der Ort Sankt Englmar entstand.

Unklar ist, wann man den Sarg öffnete und das Skelett Engelmars in der Kirche erstmals ausstellte. 2017 wurde das Skelett, welches nun als Reliquie gilt, restauriert und neu zur Schau gestellt. Normalerweise ist es in einer Glasvitrine an der Wand befestigt. Nach der Restauration wurde das Skelett für einige Tage aber gut sichtbar in der Kirche hingesetzt.

Predigt neben einem Skelett

Das Skelett des angeblichen Engelmars, eingekleidet und geschmückt

Der Selige Engelmar in der Glasvitrine

Quellen:

Skelett eines geräderten Mannes gefunden

In Brandenburg wurde erstmalig das Skelett eines Mannes gefunden, der zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert gerädert wurde. Beim Rädern wurden mit einem Wagenrad zunächst alle Knochen gebrochen, so dass die Verurteilten schließlich in dieses geflochten werden konnten. Das Töten stand dabei nicht im Vordergrund, sondern ein tagelanges Leiden war das Ziel der Richter und Henker.

Zum Weiterlesen, hier klicken: http://www.sueddeutsche.de/wissen/fund-in-brandenburg-qualvoller-tod-mit-dem-rad-1.1960556

Darstellung vom Rädern mit Rad (Schweizer Chronik des Johannes Stumpf, Ausg. Augsburg 1586):