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Das neue Jahr fängt ja gut an: Dämonen sind bereits unter uns!

Liebe Gruseltour-Freunde!
Wir wünschen euch allen ein frohes neues Jahr 2018! Rutscht gut rein!

Die Tage eignet sich gut für Geisterbeschwörungen und Orakel

Die Tage zwischen Weihnachten und dem 6. Januar werden auch Rauhnächte genannt. Sie eignen sich besonders zur Geisteraustreibung oder dessen Beschwörung, wie auch zum Kontakt mit den Tieren oder zu wahrsagerischen Praktiken. Seit der frühen Neuzeit werden diesen zwölf Nächten besondere Bedeutung zugemessen. Zur Mitte der zwölf Tage, an Silvester, beginnt die sogenannte „Wilde Jagd“. In dieser Zeit stehe das Geisterreich offen. Die Seelen der Verstorbenen haben Ausgang und Dämonen können mit der „Wilden Jagd“ umherziehen. Bis in jüngere Zeit war der Glaube verbreitet, dass sich Personen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, in dieser Zeit in Werwölfe verwandeln. Um all das Unwesen zu vertreiben und fernzuhalten, erzeugte man zu Silvester Lärm, heutzutage ist es das Silvesterfeuerwerk. Die Rauhnächte sollen sich auch zur Befragung von Orakeln eignen. So macht ein mancher noch heute Bleigießen am Silvesterabend. Tiere im Stall sollen in den Rauhnächten manchmal die menschliche Sprache sprechen. Noch im 19. Jahrhundert hielten an diesen besagten Tagen um Mitternacht unverheiratete Frauen an einem Kreuzweg Ausschau, um ihren zukünftigen Bräutigam zu sehen. Seine Gestalt sollte ihr erscheinen und schweigend vorübergehen. Das Mädchen dürfte die Gestalt aber nicht ansprechen oder ihr nachsehen, weil sie dann den Tod zu erwarten hatte. Die Rauhnächte waren daher eine Chance, um in die Zukunft zu blicken, galten jedoch auch mancherorts als gefährlich. So wurde viel gefastet und gebetet. Auch durften keine Wäscheleinen aufgespannt werden, da sich die Wilde Jagd darin verfangen konnte, anstatt einfach vorbeizuziehen. Frauen und Kinder sollten nach der Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein.

Also passt auf euch auf!

Die Zeichnung ist ein Blatt aus dem Zyklus „Rauhnacht“ von Alfred Kubin (1925). Es zeigt die „Wilde Jagd“.

Quellen:

Alter Aberglaube: Warum soll Wäsche waschen zwischen den Jahren Unglück bringen?!

Kennt ihr das? Plötzlich will die Oma keine Wäsche zwischen Weihnachten und Neujahr waschen. Und sie rät dir ebenfalls nicht zwischen den Jahren zu waschen. Sonst stirbt vielleicht noch jemand aus der Familie…

Was soll Wäsche waschen mit dem Tod eines Familienmitgliedes zu tun haben?

Genauer gesagt soll es sich um die Zeit zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag, dem 25.12. und dem Dreikönigstag, dem 6.1. handeln. Das sind die zwölf heiligen Tage, die im alpenländischen Raum auch als Rauhnächte bezeichnet werden. Im Zusammenhang mit den Rauhnächten ist auch von der Wilden Jagd die Rede. Laut altem Volksglauben ist der Zugang zur Geisterwelt während dieser Zeit geöffnet, so dass die Geister -während ihrer wilden Jagd- frei zwischen ihrer und unserer Welt umher fliegen können. Die ersten Belege für den Glauben an die Wilde Jagd stammen aus den Berichten eines normannischen Priester aus dem Jahr 1091. Älteste sichere Zeugnisse der wilden Jagd im deutschen Sprachgebiet sind aus dem 13. Jahrhundert. Im Roman Reinfried von Braunschweig um 1300 heißt es, eine Ritterschar rausche daher wie „daz Wuotez her“. Deutlicher ist der Münchner Nachtsegen, ca. 14. Jahrhundert, der etliche Geister und Gespenster auflistet, darunter auch „Wûtanes her und alle sîne man“. Vieles weist darauf hin, dass dieser Glaube mit dem germanischen Gott Wodan beziehungsweise Odin zu tun hat.

Wenn diese Geisterschar nun in den Rauhnächten unterwegs ist, könnte es laut dem oben genannten Aberglauben leicht passieren, dass sie sich in den draußen zum Trocknen aufgehängten Kleidungsstücke verfangen und so dessen Besitzer im folgenden Jahr mit Krankheit und Tod verfolgen. In anderen Auslegungen sind vor allem Frauen gefährdet. Denn die aufgehängte weiße Wäsche würde sogar erst die Wilde Jagd anlocken und dann über diese Frauen, die so unachtsam waren, herfallen. Besonders das Aufhängen von weißen Betttüchern wird als schlechtes Omen gesehen. Das Betttuch könnten die Geister als Leichentuch für die Toten im neuen Jahr verwenden, so der Glaube.

Gibt es einen praktischen Ursprung für diesen Aberglaube?

Möglich ist, dass der Begriff Rauhnacht auf Rauch zurückgeht. Denn in den Rauhnächten sollte das Haus und der Stall mit Weihrauch ausgeräuchert werden. Wenn nun genau in der Zeit Wäsche gewaschen und aufgehängt wurde, so roch die frische Wäsche nach Rauch und das sollte vermieden werden. Jedoch kann nicht endgültig geklärt werden, ob das der Grund für das Verbot ist.

Wodans wilde Jagd

„Wodans wilde Jagd“ von Friedrich Wilhelm Heine 1882

Quellen:

Das neue Jahr fängt ja gut an
Dämonen sind bereits im Anmarsch!

Liebe Gruseltour-Leipzig-Freunde!
Wir wünschen euch allen ein frohes neues Jahr 2015! Damit ihr das neue Jahr gleich gruselig beginnen könnt: Die Tage zwischen Weihnachten und dem 6. Januar eignen sich sehr zur Geisteraustreibung oder dessen Beschwörung, wie auch zum Kontakt mit den Tieren oder zu wahrsagerischen Praktiken. Seit der frühen Neuzeit werden diesen zwölf Nächten, den Rauhnächten, besondere Bedeutung zugemessen. Zur Mitte der zwölf Tage, an Silvester, beginnt die sogenannte „Wilde Jagd“. In dieser Zeit stehe das Geiseterreich offen. Die Seelen der Verstorbenen haben Ausgang und Dämonen können mit der „Wilden Jagd“ umherziehen. Bis in jüngere Zeit war der Glaube verbreitet, dass sich Personen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, in dieser Zeit in Werwölfe verwandeln. Um all das Unwesen zu verteiben und fernzuhalten, erzeugte man zu Silvester Lärm, heutzutage ist es das Silvesterfeuerwerk. Die Rauhnächte sollen sich auch zur Befragung von Orakeln eignen. So macht ein machner noch heute Bleigießen am Silvesterabend. Tiere im Stall sollen in den Rauhnächten manchmal die menschliche Sprache sprechen. Noch im 19. Jahrhundert hielten an diesen besagten Tagen um Mitternacht unverheirate Frauen an einem Kreuzweg Ausschau, um ihren zukünftigen Bräutigam zu sehen. Seine Gestalt sollte ihr erscheinen und schweigend vorübergehen. Das Mädchen dürfte die Gestalt aber nicht ansprechen oder ihr nachsehen, weil sie dann den Tod zu erwarten hatte. Die Rauhnächte waren daher eine Chance, um in die Zukunft zu blicken, galten jedoch auch mancherorts als gefährlich. So wurde viel gefastet und gebetet. Auch durften keine Wäscheleinen aufgespannt werden, da sich die Wilde Jagd darin verfangen konnte, anstatt einfach vorbeizuziehen. Frauen und Kinder sollten nach der Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein.
Also passt auf euch auf!
Als Zeichnung ist ein Blatt aus dem Zyklus „Rauhnacht“ von Alfred Kubin zusehen (1925). Es zeigt die „Wilde Jagd“.

Die Wilde Jagd