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Schwarze Magie zu Ostern

Eines der bekanntesten Jugendromane von Otfried Preußler ist „Krabat“, benannt nach der gleichnamigen Sage. Es ist die Geschichte eines Müllersgesellen, der in den Bann schwarzer Magie gerät. Durch den gleichnamigen Film 2008 ist die Sage um Krabat noch bekannter geworden.

Die schwarze Mühle im Koselbruch – eigenes Foto 3/2018

Die Mühle mahlt nicht nur Mehl… Mehr dazu im Film – eigenes Foto 3/2018

Krabat, der Lehrjunge des Schwarzmagiers

Doch wer ist Krabat und was passiert im Buch?

Während des Krieges, vor etlichen Hundert Jahren,  tritt der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat eine Lehrstelle in einer Mühle bei Schwarzkollm an. Die Mühle stellt sich jedoch schon nach kurzer Zeit als eine „Schwarze Schule“ heraus, in der der Müllermeister jeweils zwölf Mühlknappen in der schwarzen Kunst unterrichtet.

Krabat gefällt zunächst die Lehrzeit in der Mühle und der Schwarzen Schule. Ihn fasziniert die Macht, die man mittels Magie über andere Menschen ausüben kann. Ein Lehrjunge stirbt auf mysteriöse Art am Ende des Jahres und ein neuer Lehrjunge namens Witko nimmt zu Jahresbeginn seinen Platz ein. Auch nach Ablauf des zweiten Jahres stirbt ein weiterer Geselle bei einem rätselhaften Unfall und wird ersetzt. Nach und nach wird klar: Der Meister, der sich dem Bösen verschrieben hat, muss am Ende eines jeden Jahres einen seiner Schüler opfern. Andernfalls müsste er selbst sterben.

Krabat versucht dem Meister die Stirn zu bieten und es kommt zu einem schaurigen Ende in der Silvesternacht – kurz bevor ein neuer Lehrjunge sterben würde.

Die Osterfeiertage laden zur schwarzen Magie ein

Im Film wird gezeigt, dass sich die Osterfeiertage besonders für schwarze Magie eignen. An diesen Abenden entscheiden sich die Lehrlinge für oder gegen die schwarze Kunst mithilfe eines Rituals. Dabei gehen sie an einen Ort, an dem bereits ein Mensch verstorben ist und verlassen auf magische Art und Weise, wie ein Geist, ihren Körper.

Wir empfehlen den Film besonders jetzt zu den Osterfeiertagen!

Informationstafel an der Mühle über die dunklen Symbole – eigenes Foto 3/2018

Die schwarzmagischen Orte erkunden

Heute gibt es in Schwarzkollm eine Krabat-Ausstellung. Die Mühle wurde, mitsamt einem Hof dazu, nachgebaut. Auch die Requisiten des 2008 entstandenen Filmes „Krabat“ sind dort vorzufinden. Von der Mühle ab führt ein Pfad durch den anliegenden Wald. Dort trifft man auf die (nachgestellten) Gräber der Lehrlinge und andere düstere Requisiten.

Die nachgestellten Gräber der Lehrjungen – eigenes Foto 3/2018

Die Mühle wurde mit Requisiten aus dem Film ausgestattet – eigenes Foto 3/2018

Der Krabat- Erlebnispfad durch den anliegenden Wald – eigenes Foto 3/2018

Info-Plakat zur Mühle – eigenes Foto 3/2018

Quellen:

„Krabat“
– Eine Geschichte über schwarze Magie aus Sachsen

„Krabat“ basiert auf einer alten sorbischen Volkssage und erlangte Berühmtheit durch das gleichnamige Buch von Otfried Preußler. Die Sage handelt von einem Jungen namens „Krabat“, der in einer Mühle am Koselbruch in Schwarzkollm (Sachsen!) in schwarzer Zauberkunst unterrichtet wurde. Und obwohl Magie sehr viele Vorteile mit sich bringt, hat alles seinen Preis…

Das Grab des ehemaligen Zauberlehrlings soll sich in Wittichenau in der katholischen Pfarrkirsche befinden. Er soll anno 1704 im Alter von 80 Jahren gestorben sein.

„Krabat“ ist ein empfehlenswertes Buch und ein sehr spannender Film (klickt auf das Bild, um den Trailer zu sehen):