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„Krabat“
– Eine Geschichte über schwarze Magie aus Sachsen

„Krabat“ basiert auf einer alten sorbischen Volkssage und erlangte Berühmtheit durch das gleichnamige Buch von Otfried Preußler. Die Sage handelt von einem Jungen namens „Krabat“, der in einer Mühle am Koselbruch in Schwarzkollm (Sachsen!) in schwarzer Zauberkunst unterrichtet wurde. Und obwohl Magie sehr viele Vorteile mit sich bringt, hat alles seinen Preis…

Das Grab des ehemaligen Zauberlehrlings soll sich in Wittichenau in der katholischen Pfarrkirsche befinden. Er soll anno 1704 im Alter von 80 Jahren gestorben sein.

„Krabat“ ist ein empfehlenswertes Buch und ein sehr spannender Film (klickt auf das Bild, um den Trailer zu sehen):

 

Unheimlicher Aberglaube
– Krankheiten heilen, indem diese auf Tote übertragen werden!

Um eine Krankheit zu heilen, musste ein Gegenstand, der dem Kranken gehörte oder der mit der Krankheit in Berührung gekommen war, einer Leiche mit ins Grab gelegt werden. Nach altem Aberglaube haben so die Leichen die Leiden mit ins Grab genommen. Wie die Toten nun vergehen und verwesen, so sollten auch die Krankheiten schwinden.

Dieser Brauch ist sehr alt. Bereits in einer Bußordnung des 11. Jahrhunderts wird bei strengen Strafen verboten, den Leichen Krankheiten mitzugeben.

Seyfarth, Carly 1913: Aberglaube und Zauberei in der Volksmedizin Sachsens. Leipzig.