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Mordkreuze in Sachsen!

Was sind Mordkreuze? Es sind verwitterte Steinkreuze ohne regelmäßige Form, ohne Inschrift und ohne Jahreszahl. Sie stehen beispielsweise am Wegesrand, vor Kirchen oder in Gärten. Auf der Vorderseite tragen sie simple Einkerbungen, die unter anderem Lanzen, Spieße, Beile, eine Armbrust oder ein anderes Mordinstrument darstellen. Sie erinnern an eine mehrere Jahrhunderte zurückliegende Mordtat.

So gibt es im sächsischen Gräfenhain ein Mordkreuz, dass am südöstlichen Ortsausgang steht, unmittelbar an der Dorfstraße, an der Zufahrt zum Rittergut. Deutlich zeigt sich auf der Vorderseite eine Ritzzeichnung einer Rodehacke. Laut der Sage, soll die eingeritzte Hacke als Beil oder Axt umgedeutet werden. Denn es hätten sich wohl zwei Zimmerleute um ein Mädchen gestritten und seien aufeinander losgegangen. Dabei hätte der eine den anderen mit einem Beil erschlagen.

Gräfenhainer Mordkreuz:

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Ein weiteres Beispiel für ein Mordkreuz (Standort: Dresden, im Nord-Teil des Großen Gartens, zwischen Fetscher- und Herkules-Allee):

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