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Senf und Sühnekreuz

Bautzen ist eine Große Kreisstadt in Ostsachsen. Die Stadt liegt an der Spree und ist Kreissitz des nach ihr benannten Landkreises Bautzen. Mit rund 40.000 Einwohnern ist Bautzen zugleich die größte Stadt des Kreises und die zweitgrößte der Oberlausitz sowie deren historische Hauptstadt. Berühmt ist Bautzen aber auch besonders durch seinen „Bautzner Senf“.

Neben dem Bautzner Senf hat Bautzen aber natürlich noch mehr zu bieten. Wir möchten euch heute deshalb ein kleines Denkmal vorstellen, welches jedoch nicht jedem ins Auge fällt – ein Sühnekreuz.

Bautzner Sühnekreuz

Ein Sühnekreuz oder ein Mordkreuz ist die Bezeichnung für ein steinernes Flurkreuz, das zur Sühne für einen begangenen Mord oder Totschlag errichtet wurde. Sühnekreuze standen meist an Wegen und Wegkreuzungen. Auf einigen Steinkreuzen sind Waffen (Armbrust, Axt oder ähnliches) eingeritzt, möglicherweise die Tatwaffen.
Das Bautzner Sühnekreuz steht an der West-Seite der Liebfrauenkirche (Steinstraße) zwischen Strebepfeiler und Eingangsvorbau links vom Eingang.
Das Kreuz wird mit dem angeblich an dieser Stelle im Jahre 1508 betriebenen Ablasshandel in Verbindung gebracht und allgemein das „Tetzelkreuz“ genannt.

Das Bautzner Sühnekreuz

Die Sagen hinter dem Sühnekreuz

Zu dem Sühnekreuz gibt es zwei Sagen. Eine besagt, dass das Kreuz im Jahre 1493 auf dem Liebfrauenfriedhof für den enthaupteten Adligen Bernhard v. Lüttichau gesetzt wurde. Der soll im Streit einen Stadtrichter mit einem Zinnkrug erschlagen haben. In einer anderen Sage heißt es, habe Johann Tetzel 1508 dort Ablassbriefe verkauft haben. Johann Tetzel, geboren um 1460 in Pirna und gestorben am 11. August 1516 in Leipzig, war Ablassprediger. Er gab Luther den Anlass für seinen Thesenanschlag.

Quellen: