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Ungelöster Spuk in Rosenheim

Im Frühjahr 1967 passieren plötzlich rätselhafte Ereignisse in einer Rosenheimer Anwaltskanzlei, die nach Spuk von einem Poltergeist aussehen. Zunächst geben die Leuchtstoffröhren ihren Geist auf. Woraufhin Techniker feststellten, dass diese 90 Grad aus der Halterung herausgedreht waren, obwohl sie in einer Höhe von 2 1/2 m an der Decke montiert waren. Eine äußere Einwirkung konnte nicht beobachtet werden. Danach ertönen immer wieder laute Knallgeräusche, Sicherungen springen heraus, der Kopierer verspritzt seine Druckflüssigkeit im ganzen Raum und innerhalb kurzer Zeit wird immer wieder die damalige Zeitansage von den Bürotelefonen aus gewählt, wodurch hohe Kosten entstehen. Jedoch soll niemand die Telefone dafür benutzt haben. Eine normale Bürotätigkeit kann in diesem Zustand nicht mehr aufgenommen werden. Die Anwaltskanzlei erbittet sich Hilfe vom Technischen Prüfamt der Rosenheimer Stadtwerke, die die Vorkommnisse gründlich untersuchen sollen. Es kann aber kein technischer Defekt festgestellt werden. Unter der Leitung des späteren Direktors der Stadtwerke, Paul Brunner, wurden permanent registrierende Spannungs- und Stromschreiber installiert. Die Vermutung von Stromstörungen schien sich zunächst zu bestätigen. Dann begannen sich Bilder an der Wand zu drehen, Beleuchtungskörper pendelten und explodierten, Schubladen und ein Schrank bewegten sich. Der Inhaber der Anwaltskanzlei erstattet schließlich Anzeige gegen Unbekannt. Nun ist die Kriminalpolizei ebenfalls alarmiert. Einem Kripobeamten fällt auf, dass die seltsamen Dinge immer nur dann passieren, wenn eine bestimmte Person in der Kanzlei ist: das damals 18-jährige Lehrmädchen Annemarie Schaberl. Auf Bitte des Anwalts reist Professor Hans Bender aus Freiburg an, Deutschlands einziger Lehrstuhlinhaber für Parapsychologie. Er vermutet einen Fall von spontaner Psychokinese, also der Fähigkeit, Gegenstände per Geisteskraft zu bewegen. Telepathie-Experimente, die er mit Annemarie durchführt, sind in seinen Augen erfolgreich. Später zeichnet eine Kamera, die er in der Anwaltskanzlei aufgebaut hat, sogar auf, wie sich ein Bild an der Wand dreht. Nach Abschluss aller Untersuchungen sieht Professor Bender seine These der Psychokinese im Zusammenhang mit Annemarie Schaberl bestätigt. Die rätselhaften Ereignisse nehmen erst im Januar 1968 ein Ende, als Annemarie Schaberl die Anwaltskanzlei verlässt. Sie bestreitet bis heute etwas mit den Vorkommnissen in der Kanzlei zu tun gehabt zu haben und hat in der Zeit auch sehr unter dem öffentlichen Druck gelitten. Viele Zeitschriften berichteten über sie und nannten sie unter anderem „Das Hexen-Mädchen“. Bis heute konnte nicht abschließend geklärt werden, was es mit den Spukereignissen in Rosenheim auf sich hatte.

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, empfehlen wir euch den wunderbar spannenden und obendrein kostenlosen Podcast von Hoaxilla zu diesem Thema.

Annemarie Schaberl – Hat sie wirklich übersinnliche Kräfte gehabt?

Quellen: