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Der Werwolf aus Ansbach

1685. In Ansbach, einem kleinen Ort in Bayern, herrscht Angst und Schrecken. Ein Wolf hat innerhalb kürzester Zeit zwei oder drei Kinder angefallen und getötet. Einige Ansbacher glaubten, dass dieser Wolf vom Teufel besessen sei und dass deshalb der längst verstorbene und betrügerische Mitbürger namens Michael Leicht sich in der Nacht in diesen verwandelt und mit einem weißen Tuch bekleidet umherschleicht. Es wurde erzählt, Michael Leicht sei bei seiner eigenen Beerdigung als Zuschauer aufgetaucht.
Die Bürger stellten dem Wolf eine Falle, so dass dieser bei der Verfolgung eines Huhns  in eine Grube fiel, wo er von den Bürgern getötet wurde. Sein lebloser Körper wurde schließlich an einem Galgen am Nürnberger Berg in der Nähe von Ansbach öffentlich zur Schau gestellt. Da die Bürger annahmen, das Unwesen sei der verwandelte Michael Leicht, wurde der Kadaver zunächst gehäutet und danach mit einer menschlichen Maske, einer Perücke und einem Umhang versehen.

Das erste und zweite Bild sind zeitgenössische Flugblätter. Das erste Flugblatt stellt Michael Leicht dar, wie er als Wolf seine Wohnung besucht.Werwolf Michael Leicht

Flugblatt Werwolf WErwolf am Galgen

Quellen: