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Der Nachtalb, er verfolgt dich bis in deine Träume

Habt ihr euch vielleicht schon einmal gefragt, woher der Begriff Albtraum (manchmal auch Alptraum geschrieben) kommt? Schuld ist der Nachtalb. Ein Nachtalb ist eine späte Bezeichnung für ein Fantasie- und Sagenwesen, das ursprünglich „Mahr“ hieß und in der Nacht auf Menschen lastet, ihnen Grauen einflößt und somit Albträume verursacht. Bei einem Nachtalb handelt es sich gewöhnlich um ein kleines schwarzes Wesen, das schlafende Menschen und Haustiere anfällt, selten auch Sachen. Es dringt durch Schlüssel- oder Astlöcher ein. Der Anfall ist mit Angstzuständen und Atemnot verbunden.

Der Nachtalb sitzt, hockt oder liegt meistens in der Nacht auf den schlafenden Menschen. Er quält den Schlafenden, drückt ihn oder presst ihm die Kehle zusammen, so dass der Mensch ächzend und stöhnend aufwacht und Angst hat zu ersticken.

In manchen Geschichten hat der Nachtalb einen deutlich erotischen Charakter. Es wird von Geschlechtsverkehr zwischen Mensch und Alb berichtet. Der Alb gehört zusammen mit dem Werwolf zu den Einzelgängerwesen, die ihre Gestalt verändern können. Ein Alb bringt Krankheiten und in manchen Gegenden Skandinaviens sind die Grenzen zu Hexen, Wesen, die Müttern die Muttermilch stehlen, Wiedergängern und Gespenstern fließend. Das Motiv ist vorchristlich und international.

„Nachtmahr“ von J. H. Füssli um 1781

Quellen