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Görlitz – Der tödliche Sturz vom Kirchendach in Stein gemeißelt!

Laut einer Sage rutschte ein Zimmermann beim Bau des Daches der Stadtkirche St. Peter und Paul, auch Peterskirche genannt, hinab in die Tiefe. Geistesgegenwärtig griff er dabei nach einem herausstehenden Balken, schlug seine Axt hinein und hielt sich so lange daran fest, bis Hilfe kam. Bewohner legten in Windeseile Federbetten am Boden aus und spannten ein Tuch, damit der Zimmermann dort hineinspringen konnte. Jedoch sprang er in seiner Panik zu weit und kam dabei ums Leben. Eine Sandsteinfigur an der Kirche soll an das grausame Schicksal des Mannes erinnern.

Auch in dieser Sage steckt etwas Wahres… Ein ähnlicher Unfall ereignete sich nämlich im Jahre 1776. Daran erinnert ein Gedenkstein auf dem Nikolaifriedhof für einen Mann namens Franz Hesse aus Goldberg. Auf diesem steht geschrieben: „Er endigte sein 22jähriges Leben allhier in Görlitz, den 3. August 1776, indem er nachmittags um drei als Kupferdecker bei Änderung des Kirchendaches zu St. Peter und Paul 84 Ellen hoch herabfiel. Den 6. dieses Monats wurde sein entseelter Körper an dieser Stelle öffentlich zu seiner Ruhe gebracht.“

Die Sandsteinfigur wurde jedoch bereits vor diesem Unfall erbaut und wird nunmehr mit dem traurigen Ereignis in Verbindung gebracht.

Das Foto zeigt die Sandsteinfigur an der Peterskirche in Görlitz: ZimmermannQuellen: