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Das Rezept der Aachener Printen lag in den Händen des toten Kaisers…

Als nach einem großen Brand im Jahr 1656 die finanziellen Mittel für den Wiederaufbau der Stadt Aachen fehlten, erinnerte sich der Rat daran, dass man dem toten Kaiser Karl das mittlerweile verloren gegangene Rezept der Printen mit ins Grab gegeben hatte, da diese als Lieblingsgebäck des Kaisers Karl galten. Ein Bäckerlehrling traute sich gegen Mitternacht in die Kaisergruft zu steigen, um das Rezept ans Tageslicht zu befördern. Als er vor dem Leichnam Karl des Großen stand, schlug dieser seine Augen auf und versprach seiner Stadt aus der Notlage zu helfen. Er überreichte dem Lehrling das Pergament mit dem gesuchten Rezept, welches der Sage nach der Stadt Aachen zu neuem Reichtum verhalf.

Das Gemälde Karl des Großen stammt von Albrecht Dürer, 1512;
rechts ein Beispiel für die Aachener Printen:

Karl_der_Grosse7 Aachener-Printen