Unheimlicher Aberglaube
– Krankheiten heilen, indem diese auf Tote übertragen werden!

Um eine Krankheit zu heilen, musste ein Gegenstand, der dem Kranken gehörte oder der mit der Krankheit in Berührung gekommen war, einer Leiche mit ins Grab gelegt werden. Nach altem Aberglaube haben so die Leichen die Leiden mit ins Grab genommen. Wie die Toten nun vergehen und verwesen, so sollten auch die Krankheiten schwinden.

Dieser Brauch ist sehr alt. Bereits in einer Bußordnung des 11. Jahrhunderts wird bei strengen Strafen verboten, den Leichen Krankheiten mitzugeben.

Seyfarth, Carly 1913: Aberglaube und Zauberei in der Volksmedizin Sachsens. Leipzig.

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