Beim Sex sterben?

Wir können es nicht lassen, euch wieder einmal den tollen Podcast von Radio Eins zu präsentieren, in dem der Wissenschaftler Dr. Mark Benecke über skurille Forschungsergebnisse berichtet.

Wer ist Dr. Mark Benecke?

Dr. Mark Benecke (*26. August 1970 in Rosenheim) ist ein deutscher Politiker, Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie. Dr. Benecke befasst sich in einem wöchentlichen Beitrag auf dem Berliner und Brandenburger Radiosender Radio Eins mit außergewöhnlichen Forschungen und erklärt diese dem Hörer auf eine verständliche Art und Weise.

In dem fünfminütigen Podcast, welchen wir euch heute vorstellen, erklärt Dr. Mark Benecke, wie und warum Menschen beim Sex oder bei Selbstbefriedigung sterben und welche Personen besonders gefährdet sind. Na seid ihr gespannt?

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Quellen:

Predigt neben einem Skelett

In Sankt Englmar, einem kleinen Ort in Bayern mit weniger als 2000 Einwohner, kann man im hellichten Tage ein Skelett anschauen – mitten in einer Kirche, eingekleidet und verziert mit Edelsteinen.

Der Heilige Engelmar – ein Skelett – eine Reliquie

Der Selige Engelmar

Das Skelett wird der Selige Engelmar genannt. Er soll um 1100 gestorben sein.

Der Überlieferung nach wurde er als Bauernsohn geboren. Er zog 1086 als Einsiedler in den Wald. Engelmar errichtete an der höchsten Stelle eine Hütte, betete und arbeitete. Im Winter des Jahres 1100 soll er von seinem Diener mit einem Beil erschlagen und unter Reisig und Schnee verscharrt worden sein. Ein Priester fand den Toten und bestattete ihn. Einige Jahre später erhielt er eine steinerne Ruhestätte. 1188 wurde Engelmar selig gesprochen. Erst später wurde die Gegend, in der Engelmar wohnte, besiedelt und der Ort Sankt Englmar entstand.

Unklar ist, wann man den Sarg öffnete und das Skelett Engelmars in der Kirche erstmals ausstellte. 2017 wurde das Skelett, welches nun als Reliquie gilt, restauriert und neu zur Schau gestellt. Normalerweise ist es in einer Glasvitrine an der Wand befestigt. Nach der Restauration wurde das Skelett für einige Tage aber gut sichtbar in der Kirche hingesetzt.

Predigt neben einem Skelett

Das Skelett des angeblichen Engelmars, eingekleidet und geschmückt

Der Selige Engelmar in der Glasvitrine

Quellen:

Schwarze Magie zu Ostern

Eines der bekanntesten Jugendromane von Otfried Preußler ist „Krabat“, benannt nach der gleichnamigen Sage. Es ist die Geschichte eines Müllersgesellen, der in den Bann schwarzer Magie gerät. Durch den gleichnamigen Film 2008 ist die Sage um Krabat noch bekannter geworden.

Die schwarze Mühle im Koselbruch – eigenes Foto 3/2018

Die Mühle mahlt nicht nur Mehl… Mehr dazu im Film – eigenes Foto 3/2018

Krabat, der Lehrjunge des Schwarzmagiers

Doch wer ist Krabat und was passiert im Buch?

Während des Krieges, vor etlichen Hundert Jahren,  tritt der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat eine Lehrstelle in einer Mühle bei Schwarzkollm an. Die Mühle stellt sich jedoch schon nach kurzer Zeit als eine „Schwarze Schule“ heraus, in der der Müllermeister jeweils zwölf Mühlknappen in der schwarzen Kunst unterrichtet.

Krabat gefällt zunächst die Lehrzeit in der Mühle und der Schwarzen Schule. Ihn fasziniert die Macht, die man mittels Magie über andere Menschen ausüben kann. Ein Lehrjunge stirbt auf mysteriöse Art am Ende des Jahres und ein neuer Lehrjunge namens Witko nimmt zu Jahresbeginn seinen Platz ein. Auch nach Ablauf des zweiten Jahres stirbt ein weiterer Geselle bei einem rätselhaften Unfall und wird ersetzt. Nach und nach wird klar: Der Meister, der sich dem Bösen verschrieben hat, muss am Ende eines jeden Jahres einen seiner Schüler opfern. Andernfalls müsste er selbst sterben.

Krabat versucht dem Meister die Stirn zu bieten und es kommt zu einem schaurigen Ende in der Silvesternacht – kurz bevor ein neuer Lehrjunge sterben würde.

Die Osterfeiertage laden zur schwarzen Magie ein

Im Film wird gezeigt, dass sich die Osterfeiertage besonders für schwarze Magie eignen. An diesen Abenden entscheiden sich die Lehrlinge für oder gegen die schwarze Kunst mithilfe eines Rituals. Dabei gehen sie an einen Ort, an dem bereits ein Mensch verstorben ist und verlassen auf magische Art und Weise, wie ein Geist, ihren Körper.

Wir empfehlen den Film besonders jetzt zu den Osterfeiertagen!

Informationstafel an der Mühle über die dunklen Symbole – eigenes Foto 3/2018

Die schwarzmagischen Orte erkunden

Heute gibt es in Schwarzkollm eine Krabat-Ausstellung. Die Mühle wurde, mitsamt einem Hof dazu, nachgebaut. Auch die Requisiten des 2008 entstandenen Filmes „Krabat“ sind dort vorzufinden. Von der Mühle ab führt ein Pfad durch den anliegenden Wald. Dort trifft man auf die (nachgestellten) Gräber der Lehrlinge und andere düstere Requisiten.

Die nachgestellten Gräber der Lehrjungen – eigenes Foto 3/2018

Die Mühle wurde mit Requisiten aus dem Film ausgestattet – eigenes Foto 3/2018

Der Krabat- Erlebnispfad durch den anliegenden Wald – eigenes Foto 3/2018

Info-Plakat zur Mühle – eigenes Foto 3/2018

Quellen:

Lepra und Hinrichtungen mitten in Köln!

In Leipzig gibt es den Alten Johannisfriedhof mitten im Zentrum hinter dem Grassimuseum. Ein Ort der Stille und des Todes. Mittlerweile werden dort keine Beerdigungen mehr durchgeführt und er wurde zu einem Park umgewandelt. Der Alte Johannisfriedhof hat eine fürchterliche Geschichte. Angefangen hat alles mit einem Leprakrankenhaus im 13. Jahrhundert. Bei einer meiner Besichtigungen dieser dunklen Stätte kam ich mit einer Kölner Dame in Kontakt. Sie war schon älter und erzählte mir direkt, dass sie gerne Friedhöfe besichtige. Sie käme aus einer Sargtischlereifamilie. Die Dame sagte, dass es in Köln auch einen alten Friedhof aus dem Mittelalter gibt: Den Melaten-Friedhof. Und er hat eine Gemeinsamkeit mit dem Alten Johannisfriedhof in Leipzig. Der Melaten-Friedhof wurde auch nur errichtet, weil zunächst ein Heim für Kranke und Aussätzige auf dem Grundstück stand. Als Aussätzige wurden damals die Leprakranken bezeichnet.

Der Sensenmann, „Wahrzeichen“ von Melaten

Namensgebung und Geschichte des Melaten-Friedhofs

Was bedeutet Melaten? Wer denkt, dass es sich anhört wie ein Wort aus einer fremden Sprache, liegt richtig. Der Name „Melaten“ kommt von dem  französischen Begriff für krank sein, „malade“. 1243 wurde der „hoff to Malaten“ (Hof zu Melaten) erstmals urkundlich erwähnt. Beim Bau des Melaten-Friedhofs lag die Stadt Köln noch ungefähr einen Kilometer weiter weg. Aufgrund der Ansteckungsgefahr wurden Krankenhäuser für Leprakranke stets außerhalb der Stadtmauern erbaut. Nachdem Köln mit den Jahrhunderten gewachsen ist, liegt der Melaten-Friedhof nun innerhalb Kölns, im Bezirk Lindenthal und ist der Zentralfriedhof der Stadt.

Ein Grab auf dem Melaten-Friedhof

Melaten – auch ein Ort grausamer Gewaltverbrechen

Im Mittelalter diente ein Areal namens Rabenstein ganz in der Nähe des Melaten-Friedhofs als öffentliche Hinrichtungsstätte. Auf diesem Areal konnte auf verschiedene Art das Leben des Delinquenten genommen werden. Zum einen existierte ein Galgen, zum anderen gab es ein Rondell, das für die so genannten ehrenhaften Hinrichtungen durch das Schwert benutzt wurde. Aufgrund des erhöhten Rondells sollten anwesenden Gäste besser zuschauen können. Die unehrenhaften Hinrichtungen dagegen wurden am Galgen und auf dem Rad durchgeführt. Nahe beim Galgen befand sich auch die so genannte Kesselkuhle, eine Senke im Boden, in der die zum Feuertod Verurteilten öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Einige Hinrichtungen sind noch heute bekannt. So wurden 1529 auf dem Gutsgelände des Friedhofs zwei Protestanten, Peter Fliesteden und Adolf Clarenbach, wegen ihres Glaubens verbrannt. 1588 wurden gleich zwei Männer hingerichtet. Ihnen wurde zur Last gelegt, den Bäcker Philipp Ecks entführt zu haben. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden im Zuge der Hexenverfolgungen über 30 Frauen und Mädchen getötet. Erst 1797 wurde mit dem Kirchenräuber Peter Eick der letzte Mensch auf Melaten am Galgen erhängt. Viele Zuschauer kamen zu seiner Hinrichtung.

Die Hinrichtung der beiden Entführer des Bäckers Philipp Ecks auf dem Rondell zu Melaten 1588; die Täter wurden gerädert und danach geköpft

Führungen über das Friedhofsgelände

Auch heute werden noch Verstorbene auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt. Dennoch wird er auch als Erholungs- und Parkanlage genutzt. Mittlerweile gibt es mehrere Führungen, die über das Friedhofsgelände gehen.

Wir vom Gruseltour-Team fanden unseren Alten Johannisfriedhof in Leipzig auch so spannend, dass wir seiner Geschichte auf den Grund gegangen sind. Und lasst euch sagen, diese ist wirklich düster und schaurig. Es ist einfach eine Geschichte, die erzählt werden muss. Deswegen bieten wir ebenfalls Führungen auf dem Alten Johannisfriedhof an. Unser Totenwächter lässt die Verstorbenen nicht ruhen und erzählt euch deren dunkle Geheimnisse.

Traut ihr euch die schaurige Seite des Alten Johannisfriedhof zu erkunden? Dann kommt doch zu einer unserer Führungen.

Kommt zu unserer Friedhofstour und lernt den Totenwächter kennen

Mystische Wege öffnen sich auf dem Alten Johannisfriedhof

Quellen:

Leipziger Buchmesse 2018 und unsere Gruselbibliothek

Die Leipziger Buchmesse ist heute zu Ende gegangen. Sie war vom 15. bis 18.3.2018. Im Vorfeld der Buchmesse haben wir euch auf unserem Instagram-Kanal an neun Tagen schaurige Bücher aus unserer Gruselbibliothek präsentiert. Jeden Tag gab es einen gruseligen Buchtipp von uns.

Habt ihr unsere Buchtipps verfolgt?

Hier kommt ihr zu unseren Fürcht erregenden Büchern

Alle, die Instagram haben, können unter unserem Namen gruseltour_leipzig alle Bücher und viele weitere Fotos von unseren Touren und dem ganzen Drumherum sehen. Vielleicht seht ihr sogar euch? Wenn ihr schon auf einer unserer Touren gewesen seid, könnte das ein oder andere Foto geschossen worden sein.

Für alle, die ohne Instagram ihr Leben bestreiten (ja das geht wohl auch ;-) ) – ihr könnt unsere Buchtipps auch ohne Instagram sehen.

Klickt dazu einfach auf das Bild und erfreut euch an unserer schaurigen Gruselbibliothek:

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Quellen: