Knecht Ruprecht verspeist sündige Kinder
– Fröhliche Weihnachten wünscht das Gruseltour-Leipzig Team

Der heilige Nikolaus, der freundliche Geschenkebringer, bekam in verschiedenen Ländern einen bösen Gehilfen zur Seite gestellt, der alle Sünder bestrafen sollte. Während zum Ende des Mittelalters dieser Begleiter Belznickel, Beelzebub oder einfach nur Teufel genannt wurde, verbreitete sich entweder aus dem Alpenvorland oder aus Thüringen ein spezieller Name für diese sonderliche Erscheinung: „Knecht Ruprecht“.

Die verschiedenen Erscheinungsarten des Knecht Ruprechts haben ihren Ursprung im spätmittelalterlichen Kinderschreck. Seit dem 16. Jahrhundert diente die Erscheinung des Kinderschrecks als zusätzliches Mittel der elterlichen Erziehung, um die Kinder zur Frömmigkeit zu mahnen. Am häufigsten verbreitet war der Kinderfresser. Der Kinderfresser drohte den unfrommen Kindern sie mitzunehmen, aufzuschlitzen, bis aufs Blut auszupeitschen oder gar aufzufressen. Diese Erscheinungen trugen stets einen großen Sack oder Korb, worin sie die Kinder stecken wollten.

Die Vorstellung des Kinder fressenden Knecht Ruprecht ist heutzutage so nicht mehr vorhanden. Heute ist Ruprecht nur mehr als Knecht dargestellt und dient dem Nikolaus als Korbträger.

Bei der Zeichnung stellt sich ganz klar die Figur des bösen Knecht Ruprechtes als Begleiter des heiligen Nikolaus heraus. Herkunft des Bildes, sowie Künstler konnten nicht ausfindig gemacht werden.Nikolaus und Knecht Ruprecht