Ein Schweineknochen als Reliquie in Lüneburg

Die Hansestadt Lüneburg ist eine Stadt in Niedersachsen. Sie liegt ungefähr 50 Kilometer südöstlich von Hamburg am Rande der Lüneburger Heide. Die erste Erwähnung Lüneburgs im Mittelalter findet sich in einer Urkunde vom 13. August 956.

Seltsame Reliquie im Lüneburger Rathaus

Im Lüneburger Rathaus können Gäste eine gar merkwürdige Reliquie bewundern. In der Alten Kanzlei unter der Decke hängt ein Schweineknochen in einem Glaskasten.

Foto von https://www.lueneburger-heide.de/stadt/artikel/6691/lueneburg-rathaus-schwein.html

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In der Sage von Lüneburg wird erklärt, wie es zu diesem besonderen Ausstellungsstück kam.

Vor über 1000 Jahren sollen Jäger durch die Lüneburger Heide gezogen sein. Sie folgten einem Wildschwein. Die Gegend war sumpfig, aber die Jäger erlegten das Tier. Als sie die Beute untersuchten, sahen sie, dass das Fell des Wildschweines mit weißen Körnchen bedeckt war. Mit Erstaunen bemerkten die Jäger, dass es sich dabei um Salz handelte. Salz war zur damaligen Zeit ein kostbares Gut. Die Jäger beobachteten daraufhin, an welchen Stellen sich die anderen Wildschweine wälzten. Bald fanden sie die Stelle, in der sich auch die erlegte Wildsau gesuhlt hatte: Ein Tümpel, der kein gewöhnliches Wasser enthielt, sondern mit Salz gefüllt war.

Nach sehr vielen Jahren ist aus dieser Entdeckung das Lüneburger Salzwerk entstanden, dem die Stadt über lange Zeit großen Wohlstand verdankte.
Aus Dank hangen die Lüneburger Bürger ein Knochen des erlegten Wildschweines, welches heute nur noch Salzsau genannt wird, in ihr Rathaus.

Quellen: