Ein Schatz für einen Buckligen!

Laut der Sage soll in der Burg Rabenstein, die in Chemnitz liegt, ein Schatz vergraben sein. Dieser Schatz ist aber mit einem Bannspruch belegt und kann nur von einem künftigen Besitzer des Schlosses, der körperlich eingeschränkt ist, gefunden werden.

Wie kam es zu diesem Bannspruch?

Der ehemalige Besitzer der Burg, ein Herr von Carlowitz, war körperlich behindert und ein jeder machte sich über seine Gestalt lustig. Selbst die Angestellten sollen ihren Herrn verachtet haben. Sie ahmten seinen Gang nach und befolgten nur wenige Anweisungen. Sogar die Verwandten des Herrn gaben sich kaum Mühe zu verbergen, dass sie nur noch wegen seines Reichtums mit ihm befreundet waren. Bei einem nächtlichen Rundgang durch die Burg soll -wie in einer Vision- das Bild einer Ahnenfrau zu ihm gesprochen haben. Dabei sagte das Bild, er würde in drei Tagen das Zeitliche segnen. Aus Angst, all seine Reichtümer würden in die Hände der verhassten Verwandten fallen, vergrub er sie auf der Burg und belegte den Schatz mit eben jenem Bannspruch.

Grafik von dem heute noch existierenden Schloß Rabenstein aus dem 19. Jahrhundert: Burg Rabenstein