Die Tanzwut – Tanzen bis man tot umfällt!

Die Tanzwut, aber auch die Tanzsucht oder Tanzkrankheit genannt, war eine Erscheinung, die im 14. und 15. Jahrhundert im Rhein-Mosel-Maas-Raum auftrat und eine Art epidemische Volkskrankheit des Mittelalters war. Dabei tanzten die Menschen, bis ihnen Schaum aus dem Mund kam, Wunden auftraten und sie erschöpft zusammenbrachen. Die Gründe sind dafür bisher noch unklar. Möglicherweise tanzten sie sich in eine religiöse Ekstase oder es lag an der Einnahme von halluzinogenen Nachtschattengewächsen.

Hier ein Kupferstich aus dem Jahre 1564, der ein spätes Auftreten der Tanzwut dokumentieren soll (Künstler: Hendrik Hondius):

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