Die Sage vom Gobius und dem Leichenwagen

Die Gruseltour war auf Reisen und hat eine unheimliche Sage aus Görlitz mitgebracht. Beim Spaziergang durch diese wunderschöne Stadt muss nur das Auge offen gehalten werden, um im Alltäglichen Schauriges zu entdecken. So sind wir auf ein Haus in der Innenstadt aufmerksam geworden, weil uns eine  Plakette am Eingangsbereich mit der Überschrift „Die Sage vom Gobius und dem Leichenwagen“ zum Anhalten und Innehalten lockte.

Diese Plakette sei wortwörtlich wiedergegeben:

„Eine gar gruselige Geschichte rankt sich um den Stadtrichter Gregor Gobius (1588-1658). Er bewohnte dieses Haus Peterstraße 13 und galt zu Lebzeiten als Alchemist, eingebildeter Scharlatan und ernsthafter Forscher. Er bevorzugte grellrote Kleidung und ausladende Perücken. Das allein machte ihn bei seinen Zeitzeugen schon der Zauberei verdächtig. Der Sage nach kutschierte er auf einem schwarzen Leichenwagen mit vier schwarzen Pferden, den Kopf unterm Arm haltend, durch die nächtlichen Straßen. Und wer neugierig einen Blick auf das ungewöhnliche Gefährt riskierte, soll das noch im gleichen Jahr mit seinem Leben bezahlt haben. Man berichtet auch, dass Gobius von einem Fenster dieses Haus aus seinem eigenen Leichenbegräbnis zugeschaut haben soll…

(Quelle: Geschichten aus Alt-Görlitz)“

In dem Haus der Peterstraße 13 befindet sich heutzutage eine Eisdiele. Diese ist innen komplett verziert mit Zeichnungen des Gobius‘. Die nachfolgenden Bilder sind von uns fotografiert und zeigen zunächst das heutige Haus und ein Gemälde in der Eisdiele, welches den Leichenwagen des Gobius zeigt.

Gobius VillaBei Nacht Gobius Villa

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