Das geheime Gefängnis in der Hölle 7

Die Gruseltour war in Deutschland unterwegs – stets auf der Suche nach gruseligen Plätzen und schauriger Geschichte. Wir waren in Bamberg und haben uns das ehemalige Tob- und Tollhaus in der Hölle 7 angeschaut. Bamberg liegt in Oberfranken und hat ca. 75.000 Einwohner. In Bamberg gibt es eine Straße mit dem Namen „Hölle“. Es ist eine kleine Straße mit Einfamilienhäusern, welche schon mehrere hundert Jahre alt sind.

Hölle 7

Im Haus der Hölle 7 befand sich bis zum 17. Jahrhundert ein Gefängnis der katholischen Kirche, das sogenannte „Tob- und Tollhaus“. Das Gebäude ist noch gänzlich erhalten. Mittlerweile ist es bewohnt. Es ist davon auszugehen, dass die katholische Kirche in dem Gefängnis Kranke und beeinträchtigte Menschen, wie beispielsweise Epileptiker, gefangen gehalten hat. Bis zum Jahr 1965 hingen im Keller des Gebäudes noch Eisen-Armierungen an den Wänden. Dort wurden die Gefangenen festgehalten und angekettet.

Das ehemalige Gefängnis in der Hölle 7 ist heute ein Wohnhaus – eigenes Foto vom April 2017

Das Wohnhaus mit der Beschriftung „Hölle 7“ – eigenes Foto vom April 2017

Es gibt sehr wenige Informationen, wie viele Gefangene es gab und wie lange diese im Gefängnis waren.

Blick in die Vergangenheit

Im folgenden kurzen YouTube-Video sieht man, wie das ehemalige Gefängnis und deren Zellen aufgebaut waren. Auch konnte der YouTuber einen Blick in das heutige Haus werfen und stellt die alten und neuen Bilder gegenüber.

Heute ist das ehemalige Gefängnis Teil des UNESCO-Welterbes, da es sich direkt an der Stadtmauer des Domkapitels befindet.

Quellen: